Skandal in Delitzsch? Die Stadt soll dem Opfer eines Angriffs die Schuld an dem Vorfall gegeben haben.

Ein Kommentar von Elisabeth von Yorck.

Rechtsextremismus, Neonazis, Angriffe auf Antifaschisten – Worte, die derzeit in den Medien sehr präsent sind. Gerade in Sachsen sind die NPD und ihre Anhänger oft Thema. Gewalt gegen Linke keine Seltenheit. Weggeschaut oder dementiert wird trotzdem. So zum Beispiel scheinbar in Delitzsch.

Überfall auf Konzertorganisator

In der Nacht auf den 18. März haben Unbekannte nach einem SKA-Konzert acht Männer und Frauen angegriffen. Unter den Opfern war auch der Konzertorganisator. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, einen rechtsradikalen Hintergrund schließt sie nicht aus. Augenzeugen zufolge seien die Täter bekannte Rechtsextremisten aus Delitzsch.

Stadt soll Opfer die Schuld am Überfall geben

Nach Angaben des Konzertorganisators habe daraufhin die Stadt ihn als verantwortlich für den Überfall erklärt. Inzwischen hat die Stadt diese Darstellung dementiert. Hoffentlich hat sie damit Recht, denn sonst wäre die Reaktion auf den Vorfall skandalös. Opfer würden zu Tätern erklärt.

(Audiobeitrag bei Mephisto)